Wissenschaftlicher Dienst

Nach § 13 HSG Abs. 1 Nr. 2 gehören zum Wissenschaftlichen Dienst „die wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Lehrkräfte für besondere Aufgaben sowie Lehrbeauftragte, die sich länger als zwei Jahre mit mindestens vier Lehrverpflichtungsstunden an der Lehre der Hochschule beteiligen und die weder Mitglieder einer anderen Hochschule sind noch hauptberuflich eine andere Tätigkeit wahrnehmen (Mitgliedergruppe des wissenschaftlichen Dienstes).“

Die Bezeichnung „Mittelbau“ ist eine der Konvention und Tradition geschuldete umgangssprachliche Bezeichnung für all diejenigen, die weder dem Kreis der Professor*innen noch der Studierenden noch der Mitgliedergruppe Technik und Verwaltung angehören:

  • Lehrkräfte für besondere Aufgaben, Lektor*innen,
  • Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter*innen, wozu auch die außerplanmäßigen Professor*innen gehören, die zur Universität in einem Beschäftigungsverhältnis stehen,
  • Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter*innen mit überwiegender Tätigkeit in der Lehre,
  • Akademische Rät*innen (auch die auf Zeit), Oberrät*innen, Direktor*innen,
  • Lehrbeauftragte, die bereits länger als zwei Jahre mindestens 4 SWS pro Semester unterrichten (und nicht Mitglied einer anderen Hochschule sind oder hauptberuflich einer anderen Tätigkeit nachgehen).

 

Im HSG ist somit die Zugehörigkeit zum Wissenschaftlichen Dienst, nicht aber die Gemeinschaft des Wissenschaftlichen Dienstes eines Faches („Mittelbauversammlung“), einer Fakultät oder der Universität erfasst. Somit ist der Wissenschaftliche Dienst auch kein Gremium oder Organ der Universität, das sich folglich auch keine Geschäftsordnung geben kann. Auch handelt es sich beim „Mittelbau“ um keine Berufs- oder Interessenvertretung, sondern um eine Fachvertretung, die mithin auch nicht der Artikulation und Durchsetzung allgemeiner oder spezifischer politischer Ziele dient.

Gleichwohl ist es bspw. für die Dekanate, aber auch für die einzelnen Fächer und natürlich für die Angehörigen des Wissenschaftlichen Dienstes selbst von Vorteil, wenn Ansprechpartner*innen des Wissenschaftlichen Dienstes bspw. wegen der Beteiligung des Wissenschaftlichen Dienstes an Berufungsverfahren zur Verfügung stehen.

In der Philosophischen Fakultät besteht die Tradition, dass der Wissenschaftliche Dienst zu seiner Vertretung zwei Personen bestimmt. Diese sog. „Mittelbausprecher*innen“ sind auf zwei Jahre durch die Angehörigen des Wissenschaftlichen Dienstes gewählte Vertreter*innen des Wissenschaftlichen Dienstes. Die Wahl findet auf einer nicht öffentlichen Teilpersonalversammlung für den Wissenschaftsbereich statt, zu der der Personalrat (W) jeweils nach Hinweis der amtierenden Mittelbausprecher*innen einlädt.