Austellung: Die Vergangenheit aufdecken. Frühe Archäologinnen in Schleswig-Holstein

Antragstellerin: Dr.´in Julia Koch, Institut für Ur- und Frühgeschichte/SFB 1266

Mit der Wanderausstellung wird den Studierenden Vorbilder für weibliche Berufswege aus den Generationen der ersten Wissenschaftlerinnen vorgestellt. Das anhaltende Schweigen zu den Leistungen von Archäologinnen im 19. und frühen 20. Jahrhundert und die gleichzeitige Fokussierung auf ein paar wenige Ausnahmen wie die Kieler Museumsdirektorin Prof. Dr. h.c. Johanna Mestorf wird damit weiter aufgebrochen.
Das Projekt „Archäologinnen in Schleswig-Holstein“ soll im Frühjahr 2020 die Biographien und berufliche Laufbahnen von Frauen, die entweder in Kiel promoviert wurden oder an der CAU sowie in Schleswig-Holstein gearbeitet haben, für eine breitere Öffentlichkeit aufbereiten. Konkret werden folgende Frauen vorgestellt:

  • Prof. Dr. h.c. Johanna Mestorf (1828-1909), Autodidaktin, Museumsdirektorin in Kiel.
  • Käte Rieken, geb. von Preen (1865-1917), Autodidaktin, Bodendenkmalpflegerin in Schleswig-Holstein und Sammlungsleiterin in Cottbus.
  • Dr. Gertrud Dorka (1893-1976), Promotion an der CAU, Museumsdirektorin in Berlin.
  • Dr. Hertha Sauer (1896-1975), Promotion an der Uni Leipzig, Lehrbeauftragte an der CAU.
  • Dr. Gisela Asmus (1905-?), Promotion an der CAU, Anthropologin an der Uni Köln.
  • Dr. Johanna Brandt, geb. Peters (1922-1996), Promotion an der CAU, Bodendenkmalpflegerin im Rheinland.

 

Focus liegt dabei auf den Leistungen und Erfolgen der Frauen sowie den Widerständen, die zu Anpassung, Umwegen und Brüchen in ihren Biographien führten. Ein Einführungstext ordnet die Biographien in die Geschichte der Frauenbildung und in die wechselnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Frauen in der Wissenschaft vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik ein.
Die Ausstellung wird 14 Roll-ups umfassen (1x Einführung, 6x Biographien, jeweils in Deutsch und in Englisch), die flexibel aufgestellt werden können. Kooperationspartner sind das Institut für Ur- und Frühgeschichte, das Institut für Klassische Altertumskunde, Abt. Klassische Archäologie und der Förderverein Archäologie Schloss Gottorf e.V. Die Ausstellung wird ab September 2020 im Rahmen von Veranstaltungen und Fachtagungen an der CAU sowie an verschiedenen Museen in Schleswig-Holstein präsentiert.

Das Projekt wird mit 1.300 Euro gefördert.